Wort des Bischofs

Der November beginnt mit dem Fest Allerheiligen, das Gefahr läuft, folgenlos zu bleiben, wenn man es am nächsten Tag gewissermassen begräbt. Es geht nicht nur darum, alle Heiligen zu feiern (insbesondere jene, die nicht heiliggesprochen wurden), sondern auch darum, uns an die Perspektiven zu erinnern, die uns die Liebe Gottes eröffnet. Nur weil wir nicht unter scheinbar aussergewöhnlichen Umständen geboren wurden, heisst das nicht, dass die Heiligkeit nicht auch für uns bestimmt wäre. Und erst recht heisst es nicht, dass wir nicht heilig sein können, weil wir unsere Schwäche, unsere Sünden und unsere Fehler erkennen (denn gerade wer sie nicht erkennt, entfernt sich von dieser Perspektive).

C. S. Lewis fasst die Verwechslung von Demut und Ablehnung von Gottes Plan so zusammen: «Wir sagen: ‚Ich habe nie vorgegeben, ein Heiliger werden zu wollen, ich wollte nur ein gewöhnlicher,anständiger Mensch sein.‘ Und wir bilden uns ein, damit Demut zu zeigen. Doch das ist ein verhängnisvoller Irrtum. […] Die Frage ist nicht, was wir vorhatten zu werden, sondern was Gott mit uns vorhatte, als er uns erschuf. […] Wir mögen damit zufrieden sein, das zu bleiben, was wir ‚gewöhnliche Menschen‘ nennen; Er aber ist entschlossen, einen ganz anderen Plan zu verwirklichen. Vor diesem Plan zurückzuschrecken, ist keine Demut: Es ist Faulheit und Feigheit. Sich ihm zu unterwerfen, ist weder Anmassung noch Grössenwahn, sondern Gehorsam.“1

Mit anderen Worten: Allerheiligen erinnert uns daran, dass wir das christliche Leben nicht verstehen können, wenn wir unseren Blick auf uns selbst richten und damit Gottes Fähigkeit einschränken, in uns einen grösseren Plan zu verwirklichen. Die Gnade ist grösser, denn die Liebe Gottes will wirklich unser Bestes.

+ Charles Morerod OP

1 “As we say ‘I never expected to be a saint, I only wanted to be a decent ordinary chap.’ And we imagine when we say this that we are being humble. But this is the fatal mistake. (…) the question is not what we intended ourselves to be, but what He intended us to be when He made us. (…) We may be content to remain what we call ‘ordinary people’: but He is determined to carry out a quite different plan. To shrink back from that plan is not humility; it is laziness and cowardice. To submit to it is not conceit or megalomania; it is obedience.” (C. S. Lewis, Mere Christianity, Fount, An Imprint of Harper Collings Publishers, London, 1977, p.170-171).

Ein neuer ständiger Diakon für das Bistum

Am Samstag, den 31. Oktober 2026, wird Lazare Preldakaj um 15.00 Uhr, von Bischof Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, in der Kirche Notre-Dame Immaculée in Payerne zum ständigen Diakon geweiht.

Der aus Nordalbanien stammende Lazër Preldakaj, den die meisten Lazare nennen, wuchs unter einem kommunistischen Regime auf, das die Ausübung des Glaubens verbot. Sein Glaube, der ihm innerhalb der Familie im Verborgenen weitergegeben wurde, begleitete ihn auf einem Lebensweg, der von Herausforderungen, Begegnungen und gelebter Solidarität geprägt war.

Tief verwurzelt in der franziskanischen Spiritualität führte ihn sein Weg schliesslich in die Schweiz, wo er 2021 an der Universität Freiburg einen Masterabschluss in Theologie erwarb. Heute ist er als Seelsorger in der Seelsorgeeinheit Saint-Barnabé (Pfarreien von Payerne und Granges-près-Marnand) sowie als regionaler Koordinator der Jugendpastoral in der Broye tätig. In diesen Aufgaben stellt er seinen Glauben in den Dienst der Menschen, der Pfarreigemeinschaften und insbesondere der Jugendlichen.

Lazare Preldakaj ist mit Lindita verheiratet und Vater von zwei Kindern, Emanuel und Livia. Am Samstag, 31. Oktober 2026, um 15.00 Uhr wird er in der Kirche Notre-Dame Immaculée in Payerne von Bischof Charles Morerod zum ständigen Diakon geweiht.

Für diesen neuen Abschnitt seines Lebens hat er einen Leitspruch gewählt, der sein Engagement auf den Punkt bringt: «Ich aber bin unter euch wie der, der bedient.» (Lk 22,27).

Die diözesane Kommunikationsstelle

(PDF-Version der Mitteilung)

Kommunikation zu den Ergebnissen der kanonischen Visitationen

Gemeinsame Erkenntnisse der kanonischen Visitationen in den Bistumsregionen als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit

Im Frühjahr 2026 wurden in den fünf Bistumsregionen des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg kanonische Visitationen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen die Leitung und Organisation der Bistumsregionen sowie deren Beziehungen zu den diözesanen und administrativen Gremien. Die Visitationen dienten nicht dazu, sämtliche pastoralen Tätigkeiten zu beurteilen. Deshalb fand auch keine allgemeine Befragung der Seelsorgenden statt.

Die Visitationen ermöglichten einen Blick von aussen auf die bestehenden Strukturen und Abläufe, deren Einordnung vor dem Hintergrund der jeweiligen regionalen Gegebenheiten sowie die Berücksichtigung der Sichtweisen der Bischöflichen Beauftragten. Dabei zeigten sich unterschiedliche Ausgangslagen: Neuenburg verfügt über eine vergleichsweise schlanke und gut funktionierende Organisation; Genf befindet sich nach mehreren Veränderungen weiterhin in einem Prozess des Wiederaufbaus; im Kanton Waadt gestaltet sich das Zusammenspiel zwischen der pastoralen Leitung und den Verwaltungsstrukturen komplexer und ist von Spannungen geprägt; die beiden Bistumsregionen von Freiburg stehen insbesondere vor den Herausforderungen des dualen Systems.

Ursprünglich war diese Mitteilung für den Beginn des neuen Pastoraljahres vorgesehen. Sie erfolgt nun nach mehreren Etappen der Berichterstattung und des Austauschs. Der Gesamtbericht der Visitator/innen wurde im Juni vorgestellt. Im September wurden die detaillierten Rückmeldungen gemeinsam mit den regionalen Verantwortlichen vertieft. Auf dieser Grundlage konnten die wichtigsten gemeinsamen Erkenntnisse herausgearbeitet werden.

Unterschiedliche Ausgangslagen, gemeinsame Herausforderungen

Trotz ihrer Besonderheiten verfügen die Bistumsregionen über gemeinsame Stärken: das Engagement und die Kompetenzen der Mitarbeitenden sowie die Solidarität und die Verbundenheit mit dem Auftrag der Kirche.

Gleichzeitig zeigen die Visitationen ähnliche Handlungsbedürfnisse auf: Verantwortlichkeiten klären, Prioritäten deutlicher festlegen, bestimmte Abläufe vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen pastoralen, administrativen und finanziellen Gremien verbessern.

Mögliche Ansätze für die nächsten Schritte

Mehrere Vorschläge aus den Bistumsregionen zeigen konkret auf, welche Themen weiterbearbeitet werden könnten:

  1. Pastorale Leitung, Verwaltung und Finanzen besser aufeinander abstimmen.

Wenn die pastorale Verantwortung und die finanziellen Mittel bei unterschiedlichen Instanzen liegen, können sich die Zusammenarbeit und die Entscheidungswege erschweren. Ohne das duale System als solches infrage zu stellen, könnte ein Ansatz darin bestehen, die Schnittstellen zwischen den Bistumsregionen und den administrativen Strukturen verbindlicher zu regeln. Dazu gehören die jeweiligen Zuständigkeiten, die Gefässe für den Dialog, die Entscheidungsverfahren sowie die Klärung von Meinungsverschiedenheiten.

  1. Bestimmte Abläufe vereinfachen.

Mehrere Bistumsregionen weisen auf die Vielzahl an Sitzungen und den hohen administrativen Aufwand hin. Es könnte deshalb sinnvoll sein zu prüfen, welche Gremien unverzichtbar sind, welche zusammengelegt oder entlastet werden können und welche Entscheidungen direkt auf der zuständigen Ebene getroffen werden können, ohne sie systematisch an übergeordnete Stellen weiterzuleiten.

  1. Klären, wer wofür zuständig ist und wer welche Entscheidungen trifft.

Mehrere Bistumsregionen wünschen sich einen gemeinsamen Rahmen für die Funktion der bischöflichen Beauftragten. Eine Stellenbeschreibung, die sich an die regionalen Gegebenheiten anpassen lässt, könnte den Auftrag, die Verantwortlichkeiten, die delegierten Befugnisse und die Verfahren zur Klärung strittiger Fragen präzisieren.

Dass diese Funktion auch von nichtordinierten Seelsorgenden oder Diakonen wahrgenommen wird, ist noch relativ neu und verändert die Rollenverteilung, die historisch mit dem Amt des Bischofsvikars verbunden war. Deshalb ist es wichtig, die jeweiligen Aufgaben und Zuständigkeiten von nichtordinierten Seelsorgenden und Klerikern sowie die Beziehungen zwischen dem Bischof, den bischöflichen Beauftragten, den Pfarrern, den Seelsorgeteams und den administrativen Strukturen zu klären.

Die Überlegungen könnten sich auch auf die Rolle der beratenden Gremien und der gemeinsamen Meinungsbildung bei der Vorbereitung von Entscheidungen erstrecken. Dabei gilt es, deutlicher zwischen Konsultation, Konsensfindung und Entscheidungsfindung zu unterscheiden.

Weitere Ansätze wurden ebenfalls genannt: den Informationsfluss verbessern, die Verantwortlichen in ihren Aufgaben begleiten, die Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen den Regionen fördern sowie eine bessere Nachverfolgung der Entscheidungen sicherstellen.

Entscheidend wird sein, klare Prioritäten zu setzen, statt zusätzliche Strukturen und Verfahren zu schaffen.

Wie geht es weiter?

Diese Erkenntnisse bilden eine gemeinsame Arbeitsgrundlage. Die identifizierten Ansätze sollen zusammen mit den Bistumsregionen geprüft und priorisiert werden. Dabei sind die jeweiligen regionalen Gegebenheiten und die verfügbaren Ressourcen zu berücksichtigen. Wie die Umsetzung konkret erfolgen soll, bleibt noch festzulegen. Das Projekt wird von Frau Sabrina Penel, Beauftragte für Kommunikation und Wandel, betreut.

Im Sinne eines synodalen Miteinanders laden die Visitationen dazu ein, den Dialog fortzusetzen, voneinander zu lernen und dort, wo es notwendig ist, bestehende Praktiken und Strukturen weiterzuentwickeln. So sollen mehr Kräfte für den eigentlichen Auftrag der Kirche frei werden.

Die Visitationen bieten auch Gelegenheit, den bischöflichen Beauftragten, ihren engsten Mitarbeitenden sowie allen Personen zu danken, die zu diesem Prozess beigetragen haben. Sie nehmen ihre Aufgaben unter anspruchsvollen Bedingungen wahr. Umso wichtiger sind klare Aufträge und eine angemessene Begleitung der Verantwortlichen.

Ein gemeinsames Ziel: besser zusammenarbeiten, um den Auftrag der Kirche besser erfüllen zu können.

(PDF-Version der Mitteilung)

Ein neuer ständiger Diakon für das Bistum

Am Sonntag, den 6. September 2026, wird Rodrigo De Stephanis um 10.00 Uhr, von Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, in der Kirche Saint-Martin in Onex zum ständigen Diakon geweiht.

Rodrigo De Stephanis wurde am 17. April 1963 in Pratola Peligna (Italien) geboren und wuchs in der Kirche auf, wo er als Jugendlicher einen Raum fand, um sich auszudrücken, seine Ideen zu teilen und „die Welt neu zu gestalten“.

Ein Studium der Literatur und Theologie an der Universität Freiburg führte ihn anschliessend dazu, im Tessin und in Freiburg Religionsunterricht zu erteilen und später als Seelsorger in Genf junge Menschen zu begleiten. Durch sein Engagement in zwei Genfer Seelsorgeeinheiten – Plateau und Champagne – lernte er das Gemeindeleben umfassender kennen, und dabei stellte sich ihm eine ganz einfache Frage: Wie kann ich noch mehr dienen?

Das Diakonat, für das er die Unterstützung seiner Frau Carmen erhielt, kristallisierte sich nach und nach als Antwort heraus. Für Rodrigo handelt es sich dabei nicht nur um ein persönliches Engagement, sondern um ein Zeichen an die gesamte Kirche: „Wo kein Dienst ist, da ist keine Kirche!“

Die diözesane Kommunikationsstelle

(PDF-Version der Mitteilung)

Abgang des bischöflichen Beauftragten für die Bistumsregion Waadt

Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, nimmt den Rücktritt von Michel Racloz als bischöflichen Beauftragten für die Bistumsregion Waadt zur Kenntnis. Nach fünf anspruchsvollen Jahren und am Ende seiner Amtszeit strebt Michel Racloz ein besseres Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben an. Die Stelle wird nach dem Ergebnis der kanonischen Visitationen in den Bistumsregionen neu besetzt.

Dank an Michel Racloz
Michel Racloz war über 30 Jahre lang im Dienst der katholischen Kirche im Kanton Waadt tätig, nacheinander als Seelsorger, Leiter der Abteilung für Solidarität, Delegierter des Bischofsvikars und seit dem 1. September 2021 (für fünf Jahre) als bischöflicher Beauftragter. Er scheidet am 31. Mai 2026 aus seinem Amt aus. Bischof Morerod dankt ihm ganz herzlich für sein beständiges und treues Engagement und wünscht ihm alles Gute für seine weitere berufliche Tätigkeit. In der Zwischenzeit wird Jean-Claude Dunand, Generalvikar des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg, die Rolle des bischöflichen Beauftragten weiterhin teilweise wahrnehmen, zusammen mit Isabela Costa Mouny, der Stellvertreterin. Eine neue Ernennung wird so bald wie möglich erfolgen, nachdem der Bericht über die Leitung innerhalb der Bistumsregionen vorliegt (siehe weiter unten). Ein Anforderungsprofil und ein Pflichtenheft werden derzeit in Anlehnung an die in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen erstellt.

Kanonische Visitationen
Wie im Januar 2026 angekündigt, wurde zum Ende der ersten Phase der Erneuerung der Bistumsleitung – die insbesondere durch die Ernennung von Laien als bischöfliche Beauftragte an der Seite des Bischofs gekennzeichnet war – eine gemeinsame Rückschau auf die letzten fünf Jahre vorgenommen. Zu diesem Zweck fand in jeder Bistumsregion ein Tag einer kanonischen Visitation statt, die als Zeit der gemeinsamen Reflexion über den aktuellen Führungsstil gedacht war. Der Bericht über diese Besuche wird dem Bischof im Juni vorgelegt. Auf der Grundlage dieser Lagebeurteilung wird die künftige Leitungsstruktur weiter verfeinert. Eine Mitteilung dazu folgt zu gegebener Zeit.

Die diözesane Kommunikationsstelle

 

(PDF-Version der Mitteilung)

Das Bier schäumt am Bischofssitz

Am Dienstag, den 9. Juni 2026, ab 17.30 Uhr wird Bischof Charles Morerod im Bischofssitz in Freiburg den dreizehnten Jahrgang des Bischofsbiers mit dem Namen «L’Épilscopale» eröffnen. Dieser Degustations- und Verkaufsabend ist offen für alle. Ein Teil des Erlöses wird zwei gemeinnützigen Projekten gespendet.

Bischof Morerod lädt alle ein, «L’Épilscopale» zu probieren, ein helles Bier, das auf zwölf weitere „Bischofsbiere“ folgt, die seit 2015 gebraut wurden.

Dieses Bier wurde von einer Brauerei in Romainmôtier (VD) entwickelt und der Verkaufserlös kommt einem gemeinnützigen Projekt zugute. Der Erlös hilft Caritas Freiburg dabei, ihre Angebote aufrechtzuerhalten, denn die Nachfrage ist hoch und die finanziellen Mittel schwinden: Caritas-Lebensmittelausgaben in Freiburg und Bulle, soziale Begleitung und Entschuldung, Bekämpfung von Isolation. Eine Geste der Solidarität, die bei einem gemeinsamen Glas das Engagement der Kirche für die Schwächsten fortsetzt.

Das Bischofsbier wird an diesem Abend vom Bistum über die Firma Coussicou SA verkauft. Ab dem 10. Juni ist es dann im Ordinariat (Lausannegasse 86 in Freiburg) erhältlich.

Das Prinzip des Bischofsbier ist, jedes Jahr eine neue limitierte Auflage zu brauen, deren Verkauf für wohltätige Zwecke bestimmt ist.

Die bischöfliche Kommunikationsstelle

Links:

(PDF-Version der Mitteilung)

11. April 2026: Gebetswache für den Frieden im Petersdom

Wie der Vatikan anschließend an die Generalaudienz bekanntgab, wird die durch den Papst schon am Ostersonntag angekündigte Gebetswache im Petersdom am kommenden 11. April (Samstag) um 18 Uhr beginnen. Radio Vatikan überträgt live und mit Begleitung in verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch. Alle Gläubigen, die dies wünschen, können an der Gebetswache unter Vorsitz des Papstes teilnehmen. Weitere Informationen

Chrisam-Messe

Die Chrisam-Messe versammelte am Dienstag, dem 31. März 2026, in der Basilika Notre-Dame in Lausanne die Priester, Diakone und Seelsorger der Diözese um Bischof Charles Morerod von Lausanne, Genf und Freiburg. Eine Feier, die ganz im Zeichen des Trostes stand, den der Bischof spendete, indem er daran erinnerte, wie sehr nach den Tragödien von Crans-Montana und Kerzers „von uns Christen Trost erwartet wird“.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die Prioritäten für seine Diözese: evangelisieren, lebendige Zentren schaffen und unsere Kirche vor Skandalen bewahren.

Foto-Copyright: Gabriel Monnet

Chrisam-Messe

Anlässlich dieser Chrisam-Messe erneuern Priester und Diakone ihre Weiheversprechen, während auch die Laienseelsorgenden ihr Engagement für den Dienst an der Kirche bekräftigen. Das Katechumenen- und das Krankenöl werden dort gesegnet und das Heilige Chrisam geweiht. Es ist ein besonderes Zeichen der Einheit, da es im gesamten Bistum für Taufen, Firmungen und Weihen verwendet wird.

Nationaler Trauertag

Mitteilung

Nationaler Trauertag

Der Bundesrat hat den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Anlass ist die Brandkatastrophe von Crans-Montana.

An diesem Tag :

– findet um 18.15 Uhr in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg eine Diözesanmesse statt, die für alle offen ist.

– sind die Pfarreien und Kultstätten eingeladen, Gebets- und Andachtszeiten anzubieten.

– um 14.00 Uhr werden in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken läuten: zunächst der Stundenschlag, anschliessend ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens und der landesweiten Verbundenheit.

Der Bundesrat und die christlichen Kirchen laden die Bevölkerung ein, diesen Moment dem Gedenken an die Verstorbenen, der Solidarität mit den Verletzten und ihren Angehörigen sowie dem Dank an alle Einsatzkräfte zu widmen, die mit grossem Engagement zur Bewältigung der Krise beitragen. Dazu gehören insbesondere die Rettungsdienste, Fachpersonen aus Medizin, Psychologie und Seelsorge sowie die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen.

(PDF-Version der Mitteilung)

 

Katastrophe von Crans-Montana: Botschaft des Papstes und Messe

Pressemitteilung der Schweizer Bischofskonferenz
Freiburg i. Ü., 2. Januar 2026

Nach dem tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht zum 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, bekundet die Schweizer Bischofskonferenz ihre tiefe Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen von diesem Unglück betroffenen Menschen.

Botschaft des Heiligen Vaters

«Nach der Nachricht vom tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht vom 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, trauert Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. mit den Familien und der gesamten Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er möchte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl und seine Anteilnahme bekunden. Er bittet den Herrn, die Verstorbenen in seiner Wohnstätte des Friedens und des Lichts aufzunehmen und den Mut derer zu stärken, die in ihrem Herzen oder an ihrem Körper leiden. Möge die Mutter Gottes in ihrer Zärtlichkeit allen von diesem Drama betroffenen Menschen den Trost des Glaubens schenken und sie in der Hoffnung bewahren.»
Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit beim Heiligen Stuhl

Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz

«Auch die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz sind angesichts der Schwere dieser Katastrophe zutiefst erschüttert, für die alle Opfer, für ihre Familien, die noch auf Informationen warten, aber auch für alle Mitarbeiter der Rettungsdienste. Alle unsere Kirchen können Orte der Unterstützung sein und sind in dieser schrecklichen Stunde Orte des Gebets.»
+Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

Spirituelle Initiativen und Gesten der Solidarität

  • Die eucharistische Anbetung findet den ganzen Tag über am Freitag, 2. Januar, in der Kirche von Montana statt.
  • Am morgigen Samstag wird dort nach der Messe um 18 Uhr der Rosenkranz gebetet.
  • Am Sonntag, 4. Januar, wird Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof der Diözese Sion, die Messe um 10 Uhr in der Kirche von Crans leiten und predigen (konzelebriert von Mgr. Charles Morerod, Präsident der SBK), in Anwesenheit der Verantwortlichen der reformierten Kirche: dem Pfarrer von Montana, dem Präsidenten des Synodalrats Stephan Kronbichler und dem Präsidenten der Schweizerischen Synode Gilles Cavin, die alle drei bereits am Donnerstagabend, dem 1. Januar, anwesend waren.
  • In der Diözese Sion wird heute Abend um 18 Uhr die Glocke als Zeichen der Trauer, der Solidarität und der Andacht läuten. Alle Schweizer Pfarreien sind eingeladen, sich dieser Geste im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzuschliessen.

Der Kanton Wallis hat eine offizielle Hotline eingerichtet: 0848 112 117

(Foto: copyright Bistum Chur)

Botschaft auf der Website der Schweizer Bischofskonferenz