Wort des Bischofs

Wir sehen uns mit einem Phänomen konfrontiert, das mich freut und das zwar recht bekannt, aber dennoch noch ziemlich neu ist: Die steigende Zahl von Menschen, die den Glauben entdecken und um die Taufe oder Firmung bitten. Ihre vorherigen Kenntnisse über das Christentum sind oft so lückenhaft, dass es ihnen entweder schwerfällt, darüber zu sprechen, weil ihnen die spezifische Kultur (und das Vokabular) fehlt, oder dass sie zwar einzelne Elemente erworben haben, diese aber nicht zu einem Ganzen zusammenfügen können.

Die Situation ist nicht neu. Man denke an den Dialog zwischen Philippus und dem äthiopischen Kämmerer: Dieser liest Jesaja, ihr Gespräch hilft dem Kämmerer, das Gelesene zu verstehen, und er lässt sich taufen (vgl. Apostelgeschichte 8,27-38). Das war eine schnelle Vorgehensweise in den Anfängen der Kirche, und seitdem nimmt man sich mehr Zeit. Der Zeitbedarf ergibt sich aus der Notwendigkeit einer freien Aneignung und einer Integration in das gesamte Leben des Menschen unter Berücksichtigung seiner Kultur. Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist der Einfluss von Vorurteilen oder vorgefassten Meinungen über den Glauben und die Kirche, denn diese trägt die Grössen und die Schattenseiten einer tausendjährigen Geschichte in sich.

Wie können wir in unserer vielfältigen und zersplitterten Gesellschaft Menschen aufnehmen, die mit sehr unterschiedlichen Geschichten und Fragen zu uns kommen? Wir können sie nicht einfach mit ihren Fragen allein lassen: Wir müssen ihnen den Glauben verkünden. Und wir müssen ihn ihnen so verkünden, dass sie sich ihm unter Berücksichtigung ihres eigenen Lebensweges frei anschliessen können. Wir müssen ihnen also persönlich antworten, denn wenn wir ihnen von vornherein eine Reihe von Formeln aufzwingen, die sie nicht verstehen, ermöglicht dies keine freie Antwort auf die Liebe Gottes. Und gleichzeitig müssen wir ihnen ermöglichen, das Credo zu verkünden, für das Gläubige ihr Leben hingegeben haben, und so auf die Liebe Gottes zu antworten, die sich offenbart.

Diese Weitergabe, die wir leisten können, geschieht durch unser persönliches Zeugnis. Die Kirche besingt ihren Glauben harmonisch in der Vielfalt der Stimmen und Instrumente. Ein Element, das mir entscheidend erscheint, ist die Möglichkeit für den, der zu uns kommt, dass seine Freiheit respektiert wird und ihm sogar die Möglichkeit geboten wird, zu verstehen, warum er sich anderweitig umsehen wird. Ich denke an das schöne Zeugnis des neuen Kirchenlehrers, des heiligen John Henry Newman, gegenüber den jungen Studenten, die ihm auf seinem Weg folgen wollten, als er sein Amt als anglikanischer Seelsorger in Oxford niederlegte: „Mein oberster Grundsatz war immer ‚leben und leben lassen‘. Ich hatte nie die Ruhe oder Würde, die ein Leader braucht. Bis zum Schluss habe ich nie erkannt, welchen Einfluss ich auf die jungen Männer hatte. In den letzten Jahren habe ich gelesen und gehört, dass sie mich sogar auf verschiedene Weise nachahmten. Ich war mir dessen überhaupt nicht bewusst, und ich glaube, meine engsten Freunde wussten nur zu gut, wie sehr mich diese Nachricht anwidern würde, um den Mut zu haben, es mir zu sagen. »[1]

Kurz gesagt: Begrüssen wir die Suche nach dem Glauben mit grosser Freude. Aber tun wir dies unter Achtung der persönlichen Wege, denn der Glaube kann nur dann zu einer Antwort auf die Liebe Gottes führen, wenn er frei ist. Und achten wir darauf, dass die Menschen, die wir jetzt aufnehmen, nicht wenig später wieder gehen und sagen, man habe sie in einer Sekte geformt.

+ Charles Morerod OP

[1] « My great principle ever was, Live and let live. I never had the staidness or dignity necessary for a leader. To the last I never recognized the hold I had over young men. Of late years I have read and heard that they even imitated me in various ways. I was quite unconscious of it, and I think my immediate friends knew too well how disgusted I should be at the news, to have the heart to tell me. » (John Henry Newman, Apologia pro vita sua, Oxford University Press, London …, Bombay, 1913, p.160 [Part 4. History of My Religious Opinions <from 1833 to 1839>], p.160).

11. April 2026: Gebetswache für den Frieden im Petersdom

Wie der Vatikan anschließend an die Generalaudienz bekanntgab, wird die durch den Papst schon am Ostersonntag angekündigte Gebetswache im Petersdom am kommenden 11. April (Samstag) um 18 Uhr beginnen. Radio Vatikan überträgt live und mit Begleitung in verschiedenen Sprachen, darunter auch Deutsch. Alle Gläubigen, die dies wünschen, können an der Gebetswache unter Vorsitz des Papstes teilnehmen. Weitere Informationen

Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs: Implementierung der psychologischen Assessments

Im Verlauf von 2025 hat die römisch-katholische Kirche die Einführung wissenschaftlich abgestützter Assessments für angehende Seelsorgende gestartet. In einer Pilotphase wurden in sämtlichen Bistümern insgesamt 72 solcher Eignungsabklärungen durchgeführt. Diese wurden von Prof. Jérôme Endrass, Leiter Forschung & Entwicklung beim Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, und seinem Team konzipiert. Sämtliche Abklärungen und Gespräche werden von ausgewiesenen externen Fachpersonen durchgeführt. In Einzelfällen haben sich die diözesanen Verantwortlichen, entsprechend den Empfehlungen der Experten, gegen eine weitere Zusammenarbeit mit evaluierten Personen entschieden.

Weiterlesen: Pressemitteilung vom 03.02.2026

COP30, Belém (Brésil)

COP30: Die christliche Gemeinschaft als  Hoffnungsbotin der Schöpfung

Die kürzlich zu Ende gegangene COP30-Konferenz in Belém (Brasilien) lieferte Ergebnisse, die von vielen Beobachter/innen und institutionellen Akteur/innen als enttäuschend empfunden wurden. Den Staats- und Regierungschefs gelang es nicht, konkrete Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen einzugehen. Es wurde auch kein verbindlicher Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen verabschiedet. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte sprach sogar von „mageren Ergebnissen” und einer „fatalen Trägheit”, die eines Tages als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden könnte.

Ein Keim der Hoffnung bleibt aber:  Die christliche Gemeinschaft setzt sich weiterhin stark für die Schöpfung ein. Mit acht Kardinälen, 47 Bischöfen und 97 Verantwortlichen katholischer kirchlicher Organisationen war die christliche Gemeinschaft zahlreich an dieser Weltklimakonferenz vertreten. Inspiriert und genährt durch die Lehre und das Wirken von Papst Leo XIV. und seinem Vorgänger Franziskus prägten sie dieses Treffen mit neuartigen Initiativen, darunter die erstmalige Feier einer Liturgie zum Thema „Sorge für die Schöpfung”, in der die Gläubigen zu einer «ökologischen Bekehrung» aufgefordert wurden. Die «Sorge für die Schöpfung» wird als spirituelle Pflicht im Zentrum des christlichen Glaubens verstanden.

Papst Leo XIV. erinnerte nachdrücklich an die Notwendigkeit eines politischen und kollektiven Engagements. Er forderte jeden auf, seine Verantwortung für den Schutz der Erde wahrzunehmen, und bekräftigte, dass „die Schöpfung das Antlitz Jesu Christi widerspiegelt”.

Im Gegensatz zu den Versäumnissen der COP30 und der ausbleibenden Reaktion auf die Dringlichkeit der Klimakrise betont die prophetische Botschaft von Papst Leo XIV., dass die Kirche und die Christ/innen eine entscheidende Rolle beim Aufbau einer gerechten und nachhaltigen Zukunft spielen müssen.

Angesichts der internationalen Untätigkeit bekräftigen Christinnen und Christen, dass der tätige Glaube ein wesentlicher Antrieb für echte ökologische Veränderungen ist. Diese Veränderungen gehen aus unserem konkreten Engagement als Christ/innen hervor, um auf den Schrei der Armen und der Erde zu reagieren.

Konkrete Handlungsansätze des Bischofsrats für Ökologie finden Sie auf der Website Bischofsrat Ökologie. Die verschiedenen Mitglieder des Rates stehen Ihnen für Fragen oder als Unterstützung gerne zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie ebenfalls auf der Website.

Lausanne, 01.12.2025

(PDF-Version der Pressemitteilung)

Foto: COP30, Belém (Brasilien) © Fastenopfer

Zwei neue bischöfliche Beauftragte im Bistum

Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, ernennt Aurelia Dénervaud-Pellizzari zur bischöflichen Beauftragten für die französischsprachige Bistumsregion Freiburg. Sie tritt die Nachfolge von Céline Ruffieux-Morel an, die seit Juni als Fachberaterin für Prävention und Intervention tätig ist. Der Bischof ernennt ausserdem Roberto de Col zum bischöflichen Beauftragten für Ökologie als Nachfolger von Dorothée Thévenaz Gygax. Die beiden neuen Beauftragten werden im Rahmen einer „Einsetzungsfeier” am Donnerstag, den 18. September, um 11.15 Uhr in der Christ-Königskirche in Freiburg in ihr Amt eingeführt.

Französischsprachige Bistumsregion Freiburg

Aurelia Dénervaud-Pellizzari vertritt ab heute und für eine Amtszeit von fünf Jahren den Bischof in der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg. Seit Dezember 2023 ist sie die Stellvertreterin der bisherigen bischöflichen Beauftragten und hat seit Oktober 2024 in deren Abwesenheit die Aufgaben wahrgenommen. Sie verfügt über grosse Fachkompetenz und praktische Kenntnisse des mit dieser Stelle verbundenen Bereichs. In ihrer Funktion als bischöfliche Beauftragte wird sie in enger Zusammenarbeit mit dem Bischof und der bischöflichen Beauftragten für die deutschsprachige Bistumsregion Freiburg die pastoralen Optionen des Bistums umsetzen und die Personal- und Pastoralkoordination in der Bistumsregion fortsetzen. Ab dem 1. Dezember 2025 wird Philippe Becquart als Stellvertreter der bischöflichen Beauftragten zum Leitungsteam stossen. Der Theologe, derzeit Leiter des Seelsorgeteams und Koordinator des Espace Maurice Zundel in Lausanne, wird so die Erfahrungen einbringen können, die er in den letzten drei Jahren in derselben Position für die Bistumsregion Waadt gesammelt hat.

Ökologie

In diesem Monat, der in den christlichen Kirchen der Schöpfung und ihrem Schutz gewidmet ist, ernennt Bischof Morerod Roberto De Col, derzeit Mitglied des Bischofsrats Ökologie, zu seinem Beauftragten in Fragen und Massnahmen im Zusammenhang mit der ganzheitlichen Ökologie. Dorothée Thévenaz Gygax gibt diese Aufgabe, welche sie seit 2021 wahrgenommen hat, ab, um sich stärker ihren neuen Aufgaben bei der Fastenaktion zu widmen, bleibt jedoch Mitglied des Bischofsrats Ökologie. Während ihrer Amtszeit und im Sinne von Laudato Si‘ haben sie und ihr Team verschiedene Arbeiten durchgeführt, die darauf abzielen, das Bistum beim ökologischen Wandel zu unterstützen. So haben sie u. A. einen Aktionsplan in fünf Bereichen erarbeitet, über den in Kürze kommuniziert werden wird.

Am Donnerstag, den 18. September 2025, findet um 11.15 Uhr in der Christ-Königskirche (Freiburg) eine Feier statt, zu der alle herzlich eingeladen sind, um die neuen bischöflichen Beauftragten zu begrüssen und die bisherigen dankend zu verabschieden.

Die verschiedenen bischöflichen Beauftragten finden Sie auf der Website des Bistums.

 

Einige Worte zu Aurelia Dénervaud-Pellizzari

Aurelia Dénervaud-Pellizzari, geboren 1993 und frisch verheiratet, arbeitet seit 2021 im Dienst der Kirche im Bistum, sowohl im Ordinariat als auch in der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg. Seit Dezember 2023 ist sie Stellvertreterin der bisherigen bischöflichen Beauftragten. Sie hat einen Master-Abschluss der Universität Neuenburg in Museumswissenschaften mit Schwerpunkt christliche Kunst und stellte ihre Kompetenzen in den Dienst von Kommissionen für sakrale Kunst (Kommission für sakrale Kunst der französischsprachigen Bistumsregion Freiburg und Bischofsrat Sakrale Kunst) und engagierte sich in der Provenienzforschung. Im Anschluss an ihren Master-Abschluss beschäftigte sie sich im Liturgie-Institut der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg mit den Sanctoralen (Bücher, die Gebete für bestimmte Festtage enthalten) und Brevieren (Bücher, die alle zu bestimmten Tageszeiten zu verrichtende Gebete enthalten) der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg und vertiefte so ihre Kenntnisse auf diesem Gebiet. Mit ihrer Mehrsprachigkeit (Französisch, Deutsch, Italienisch) verbindet sie akademische Expertise mit pastoralem Engagement. Sie freut sich darauf, diese neue Verantwortung im Dienst des kirchlichen Lebens zu übernehmen. (Foto: João Carita)

Einige Worte zu Roberto de Col

Roberto De Col, geboren 1981, verheiratet und Vater von drei Kindern, lebt in Mont-sur-Lausanne. Als pastoraler Laienmitarbeitender engagiert er sich seit fast zwanzig Jahren in der Kirche. Seine Laufbahn begann mit einem starken Engagement in der Jugendarbeit, zunächst als Jugendleiter, dann als Seelsorgender an einer Berufsschule und schliesslich als Leiter der Abteilung „15-25 Jahre (PASAJ)” der katholischen Kirche im Kanton Waadt. Seit drei Jahren ist er Leiter der Abteilung Solidarität. Dort koordiniert er ein Team von mehr als dreissig Seelsorgenden, die in den Bereichen Migration, Gefängnisse, untergebrachte Minderjährige, Strassenseelsorge, Landwirtschaft sowie ökologische und soziale Gerechtigkeit tätig sind. Er ist auch Mitglied des Notfallteams (ESU), das im Auftrag der Polizei tätig wird, um traumatisierte Menschen zu begleiten. Roberto hat eine kan. Lizenz in Theologie der Universität Strassburg, einen Master-Abschluss in Sozialwissenschaften der Universität Lausanne und einen CAS in „Grosse Herausforderungen und Leadership” der Ingenieursschule von Yverdon. Er ist Mitglied des Bischofsrats Ökologie seit dessen Gründung und engagiert sich mit ganzem Herzen in seiner neuen Funktion als bischöflichen Beauftragten für Ökologie. (Foto: Bernard Hallet / cath.ch)


Einige Worte zu Philippe Becquart

Philippe Becquart ist verheiratet und Vater von drei Kindern, Jurist und Absolvent des Institut d’Études politiques de Paris. 2003 erwarb er seine kan. Lizenz in Theologie an der Universität Freiburg. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät und unterrichtete anschliessend zehn Jahre lang Philosophie, Ethik und Religionswissenschaft an Freiburger Gymnasien. Er leitete von 2016 bis 2022 die Abteilung für Erwachsenenbildung der katholischen Kirche im Kanton Waadt (Ausbildung, spirituelles Leben, Familien- und Paarpastoral). Im Sommer 2022 wurde er von Bischof Morerod zum Stellvertreter bischöflichen Beauftragten für Bistumsregion Waadt ernannt mit der Aufgabe, die Abteilungen für Gesundheit, Jugend und Solidarität sowie die Ausbildungsprojekte zu begleiten. Er vertrat die Kirche an mehreren institutionellen Orten mit starken ökumenischen und interreligiösen Herausforderungen. Als Mitglied der Schweizerischen Synodalitätskommission seit Sommer 2024 hat Ph. Becquart die pastorale Umgestaltung der christlichen Gemeinschaften zur wichtigsten Herausforderung seiner Tätigkeit gemacht. Seit Februar 2025 ist er Koordinator der pastoralen Aktivitäten des Espace Maurice Zundel in Lausanne.


(PDF-Version der Mitteilung)

Marc-Olivier Girard

Ein neuer Priester für das Bistum

Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, wird Marc-Olivier Girard am Sonntag, 6. Juli 2025, um 15.00 Uhr in der Kirche St-François d’Assise in Renens zum Priester weihen.

Marc-Olivier Girard wurde in Lausanne geboren und studierte an der Universität Lausanne (UNIL), wo er einen Master in Politikwissenschaften erwarb, bevor er 2017 in das Diözesanseminar (Givisiez) eintrat. Er studierte an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und absolviert derzeit sein Pastoralpraktikum in der Pfarrei St-François d’Assise in Renens (Interkulturelle Seelsorgeeinheit Renens-Bussigny).

Die letzten beiden Priesterweihen im Bistum fanden im Juni 2024 statt.

Diözesane Kommunikationsstelle



Zwei Priesterseminare im Bistum

Seminar des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg

Dieses Seminar bietet jungen Menschen aus den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Neuenburg, die Weltpriester werden möchten, eine Ausbildung an. Die Ausbildung dauert sechs Jahre und umfasst ein Jahr der Entscheidungsfindung, gefolgt von fünf Jahren Ausbildung im Seminar. Seit September 2012 befindet sich das Seminar im „Maison des séminaires” (franz.), einer neuen Einrichtung, in der mehrere Gemeinschaften zusammenkommen.

Diözesanes Internationales Missionsseminar Redemptoris Mater

Dieses Seminar (franz.) wurde 2018 von Bischof Charles Morerod gegründet. Es entspricht dem Wunsch von Papst Johannes Paul II., der in seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in Europa zum Ausdruck kam, Priester für die Neuevangelisierung auszubilden. Es hat seinen Sitz in Freiburg. Um den dringenden Bedürfnissen der Teilkirchen in Europa oder auf anderen Kontinenten gerecht zu werden, können die aus diesem Seminar hervorgegangenen und für die Neuevangelisierung ausgebildeten Priester, die im Bistum inkardiniert sind, in andere Bistümer entsandt werden.


 

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Neuer ständiger Diakon für das Bistum

Am Sonntag, den 29. Juni 2025, wird Grégory Solari um 10.30 Uhr von Bischof Charles Morerod, Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, in der Kirche Saint-François in Genf zum ständigen Diakon geweiht.

Grégory Solari, im Jahr 1965 in Genf geboren, verheiratet mit Isabelle und Vater von drei Kindern, Doktor in Philosophie, ist Dozent an der Universität Freiburg, Erwachsenenbildner für die Bistumsregion Waadt (Aus- und Weiterbildungsstelle SEFA) und Verlagsleiter des Verlags Ad Solem in Genf und Paris.

Dank seiner langjährigen Erfahrung im in der Lehre am Institut catholique de Paris, an den Universitäten Freiburg und Genf und als Mitarbeiter des Instituts Philanthropos wird Grégory Solari als Diakon weiterhin im Bildungsbereich tätig sein. Er wird insbesondere in der Pfarrei Saint-François de Sales in Genf predigen.

Diözesane Kommunikationsstelle


EINE BERUFUNG ZUM DIENEN

Das Wort Diakon ist die Übersetzung des griechischen Wortes diakonos, das Diener bedeutet. Der Diakon ist ein Getaufter, der das Sakrament der Weihe empfangen hat, um sich in der Kirche zu engagieren, nach dem Vorbild Christi, der „nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mt 20,28).

Er lebt sein Engagement in Gemeinschaft mit dem Bischof, von dem er seine Sendung erhält, und in Zusammenarbeit mit den Priestern und Laien. Durch sein hingegebenes Leben erinnert er daran, dass die Kirche selbst dazu berufen ist, ganz „diakonisch“, d.h. in der Haltung des Dienens, zu sein. Dieser Dienst ist untrennbar Dienst an Gott und an den Menschen.


 

(PDF-Version der Mitteilung)