Wort des Bischofs

Ich schreibe während der Karwoche. Der Karfreitag wirft eine dramatische Frage auf: Wäre die Welt anders, wenn der Sohn Gottes nicht Mensch geworden wäre, wenn er diese Qualen nicht erlitten hätte? Wäre ich anders? Diese Frage kann sich stellen, wenn man in diesen Tagen den Zustand der Welt betrachtet. Es wäre schrecklich, wenn Jesus umsonst gestorben wäre oder umsonst Mensch geworden wäre. Aber gerade weil das schrecklich wäre, stellen wir uns persönlich die Frage: Wäre ich anders?

Wir begehen die Karwoche in einem Heiligen Jahr, das dem heiligen Franz von Assisi gewidmet ist. Der Einfluss des Armen von Assisi ist beträchtlich, sei es als Inspirator des christlichen Lebens oder als Botschafter gegenüber Nichtchristen (das bekannteste Beispiel ist seine Begegnung mit dem Sultan). Hätte er das Evangelium nicht ernst genommen, wäre keine Erinnerung an ihn geblieben. Franziskus hat im Evangelium keine Auswahl getroffen zwischen dem, was ihm passte, und dem, was ihn störte, er hat einfach das Ganze angenommen. Ich werde nicht müde, meinen Wunsch zu wiederholen, dass man sehen und sagen möge: „Die Kirche ist das Evangelium, das weitergeht.“ Das ist mein Osterwunsch, ganz im „franziskanischen“ Stil.

+ Charles Morerod OP

Chrisam-Messe

Die Chrisam-Messe versammelte am Dienstag, dem 31. März 2026, in der Basilika Notre-Dame in Lausanne die Priester, Diakone und Seelsorger der Diözese um Bischof Charles Morerod von Lausanne, Genf und Freiburg. Eine Feier, die ganz im Zeichen des Trostes stand, den der Bischof spendete, indem er daran erinnerte, wie sehr nach den Tragödien von Crans-Montana und Kerzers „von uns Christen Trost erwartet wird“.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die Prioritäten für seine Diözese: evangelisieren, lebendige Zentren schaffen und unsere Kirche vor Skandalen bewahren.

Foto-Copyright: Gabriel Monnet

Chrisam-Messe

Anlässlich dieser Chrisam-Messe erneuern Priester und Diakone ihre Weiheversprechen, während auch die Laienseelsorgenden ihr Engagement für den Dienst an der Kirche bekräftigen. Das Katechumenen- und das Krankenöl werden dort gesegnet und das Heilige Chrisam geweiht. Es ist ein besonderes Zeichen der Einheit, da es im gesamten Bistum für Taufen, Firmungen und Weihen verwendet wird.

Im Gebet mit den Opfern der Tragödie in Kerzers

Die Diözese von Lausanne, Genf und Freiburg und die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg haben mit grosser Trauer von der Tragödie erfahren, die sich gestern Abend in Kerzers ereignet hat, und möchten ihre tiefe Solidarität zum Ausdruck bringen.

Ihre innigsten Gebete gelten den Familien, die von dieser Katastrophe schwer getroffen wurden. Ihre Fürbitte gilt auch all jenen, die berufen sind, den Verletzten, Verzweifelten und Schockierten beizustehen. Möge gegenseitige Hilfe und ein offenes Ohr inmitten dieses Dramas Halt und Kraft geben.

Heute Abend um 19:00 Uhr findet in der Kirche von Reformierten Kerzers (Kirchgässli 1) eine ökumenische Gebets- und Andachtsfeier statt.

In Gedanken und Gebeten.

Mgr. Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg

Pfr. Pierre-Philippe Blaser, Präsident des Synodalrats der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg

 

Kontaktpersonen:
Katholische Kirche des Kantons Freiburg:
Isabella Senghor, isabella.senghor@kath-fr.ch, 026 426 34 15

Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg:
Benjamin Stupan, benjamin.stupan@ref-fr.ch, 079 945 59 19

(PDF-Version der Mitteilung)

Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs: Implementierung der psychologischen Assessments

Im Verlauf von 2025 hat die römisch-katholische Kirche die Einführung wissenschaftlich abgestützter Assessments für angehende Seelsorgende gestartet. In einer Pilotphase wurden in sämtlichen Bistümern insgesamt 72 solcher Eignungsabklärungen durchgeführt. Diese wurden von Prof. Jérôme Endrass, Leiter Forschung & Entwicklung beim Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, und seinem Team konzipiert. Sämtliche Abklärungen und Gespräche werden von ausgewiesenen externen Fachpersonen durchgeführt. In Einzelfällen haben sich die diözesanen Verantwortlichen, entsprechend den Empfehlungen der Experten, gegen eine weitere Zusammenarbeit mit evaluierten Personen entschieden.

Weiterlesen: Pressemitteilung vom 03.02.2026

Nationaler Trauertag

Mitteilung

Nationaler Trauertag

Der Bundesrat hat den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Anlass ist die Brandkatastrophe von Crans-Montana.

An diesem Tag :

– findet um 18.15 Uhr in der Kathedrale St. Nikolaus in Freiburg eine Diözesanmesse statt, die für alle offen ist.

– sind die Pfarreien und Kultstätten eingeladen, Gebets- und Andachtszeiten anzubieten.

– um 14.00 Uhr werden in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken läuten: zunächst der Stundenschlag, anschliessend ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens und der landesweiten Verbundenheit.

Der Bundesrat und die christlichen Kirchen laden die Bevölkerung ein, diesen Moment dem Gedenken an die Verstorbenen, der Solidarität mit den Verletzten und ihren Angehörigen sowie dem Dank an alle Einsatzkräfte zu widmen, die mit grossem Engagement zur Bewältigung der Krise beitragen. Dazu gehören insbesondere die Rettungsdienste, Fachpersonen aus Medizin, Psychologie und Seelsorge sowie die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen.

(PDF-Version der Mitteilung)

 

Katastrophe von Crans-Montana: Botschaft des Papstes und Messe

Pressemitteilung der Schweizer Bischofskonferenz
Freiburg i. Ü., 2. Januar 2026

Nach dem tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht zum 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, bekundet die Schweizer Bischofskonferenz ihre tiefe Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen von diesem Unglück betroffenen Menschen.

Botschaft des Heiligen Vaters

«Nach der Nachricht vom tragischen Brand in Crans-Montana in der Nacht vom 1. Januar, bei dem mehr als vierzig Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere verletzt wurden, trauert Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. mit den Familien und der gesamten Schweizerischen Eidgenossenschaft. Er möchte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl und seine Anteilnahme bekunden. Er bittet den Herrn, die Verstorbenen in seiner Wohnstätte des Friedens und des Lichts aufzunehmen und den Mut derer zu stärken, die in ihrem Herzen oder an ihrem Körper leiden. Möge die Mutter Gottes in ihrer Zärtlichkeit allen von diesem Drama betroffenen Menschen den Trost des Glaubens schenken und sie in der Hoffnung bewahren.»
Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär Seiner Heiligkeit beim Heiligen Stuhl

Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz

«Auch die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz sind angesichts der Schwere dieser Katastrophe zutiefst erschüttert, für die alle Opfer, für ihre Familien, die noch auf Informationen warten, aber auch für alle Mitarbeiter der Rettungsdienste. Alle unsere Kirchen können Orte der Unterstützung sein und sind in dieser schrecklichen Stunde Orte des Gebets.»
+Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

Spirituelle Initiativen und Gesten der Solidarität

  • Die eucharistische Anbetung findet den ganzen Tag über am Freitag, 2. Januar, in der Kirche von Montana statt.
  • Am morgigen Samstag wird dort nach der Messe um 18 Uhr der Rosenkranz gebetet.
  • Am Sonntag, 4. Januar, wird Mgr. Jean-Marie Lovey, Bischof der Diözese Sion, die Messe um 10 Uhr in der Kirche von Crans leiten und predigen (konzelebriert von Mgr. Charles Morerod, Präsident der SBK), in Anwesenheit der Verantwortlichen der reformierten Kirche: dem Pfarrer von Montana, dem Präsidenten des Synodalrats Stephan Kronbichler und dem Präsidenten der Schweizerischen Synode Gilles Cavin, die alle drei bereits am Donnerstagabend, dem 1. Januar, anwesend waren.
  • In der Diözese Sion wird heute Abend um 18 Uhr die Glocke als Zeichen der Trauer, der Solidarität und der Andacht läuten. Alle Schweizer Pfarreien sind eingeladen, sich dieser Geste im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzuschliessen.

Der Kanton Wallis hat eine offizielle Hotline eingerichtet: 0848 112 117

(Foto: copyright Bistum Chur)

Botschaft auf der Website der Schweizer Bischofskonferenz

Drama in Crans-Montana

Botschaft der SBK und Mitteilung der Diözese Sitten

Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz schliessen sich der Diözese Sitten an und bekunden ihre Verbundenheit nach dem Drama, das sich in der Neujahrsnacht in Crans-Montana ereignet hat.

Die SBK und die Diözese Sitten bekunden allen Opfern, ihren Angehörigen und Familien ihre Anteilnahme und ihr Mitgefühl. Diese Nacht, die eigentlich ein Fest sein sollte, hat sich für Hunderte von Menschen zu einer schrecklichen Katastrophe entwickelt. Unsere Gedanken und Gebete gelten allen Betroffenen.

Die Diözese dankt allen Personen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Opfer engagieren, sei es vor Ort oder in den verschiedenen Krankenhäusern: dem Pflegepersonal, der Polizei sowie den zivilen und Justizbehörden.

An diesem Tag, der in der katholischen Kirche traditionell dem Fest „Mariä, Mutter Gottes” und dem weltweiten Gebet für den Frieden gewidmet ist, beten wir dafür, dass die betroffenen Familien begleitet und unterstützt werden. Möge das Licht der Solidarität den dichten schwarzen Rauch dieses Dramas vertreiben. Wir vertrauen alle Opfer und ihre Angehörigen der Fürsorge der Jungfrau Maria an.

Sitten,1. Januar 2026/ Mgr. Jean-Marie Lovey

Botschaft auf der Website der Schweizer Bischofskonferenz

Schönes und heiliges Weihnachtsfest

Le Fils de Dieu est né. Incarné.

Der Sohn Gottes ist geboren. Mensch geworden.

En prenant notre tunique de peau le Fils de l’Homme sauve le plus profondément la peau de l’humanité, et aussi maintenant : prier même pour les ennemis est l’antidote à la guerre ! Belle et sainte fête de Noël !

Indem er mit Haut und Haar Mensch geworden ist, rettet der Menschensohn auch heute noch die Haut der Menschheit. Denn: Auch und gerade für die Feinde zu beten ist das Mittel gegen den Krieg! Frohe und gesegnete Weihnachten!

 

+Charles Morerod